24. Mai 2018
Krakow am See - Schwaan 62 km
Nach einem ausführlichen Plausch mit den Wirtsleuten startete ich bei schönstem Sonnenschein. Die Eiszeit hat uns nicht nur Seen sondern auch reichlich Hügel hinterlassen, die machen dem Radler bei böigem Wind das Leben schwer. An einer Wiese sah ich hinter dem Gebüsch zwei Rehe. Der Wind stand günstig und sie bemerkten mich nicht. Vorsichtig pirschte ich mich an. Leider musste ich die Lenkertasche öffnen, um die Kamera herauszuholen. Das hörten sie und wurden unruhig. Mindestens zwei Minuten stand ich still mit meinem Fahrrad da, dann ästen sie wieder. Weil mir Zweige im Weg waren, musste ich nochmal vorsichtig meine Position verändern. Ich war nur etwa 5 Meter entfernt und stellte mir vor, wie ich meine Enkelchen mit einer brillanten Tierfotografie überraschen würde - da entdeckten sie mich und der Traum war aus!
Nachdem ich Güstrow mit seinen imposanten Gebäuden hinter mir gelassen hatte, ging die Fahrt am Bützow-Güstrow-Kanal weiter. Solche Strecken an Flüssen und Kanälen sind immer wieder ein Highlight, zumal ich auch noch Rückenwind hatte.

Die Straße von Bützow nach Schwaan war dann eine ordentliche Quälerei. Starke Steigungen und heftiger, böiger Gegenwind, das war hart!
Dabei hatte ich ein Dejavu, denn vor 54 Jahren setzten mein Freund und ich gegen den Widerstand unserer Eltern durch, dass wir allein mit dem Fahrrad zum Zelten an die Ostsee fahren durften. Das Zelt wurde vorgeschickt und wir fuhren bis Pritzwalk mit der Bahn.
In Krakow am See übernachteten wir in der Jugendherberge. Am zweiten Tag kämpften wir uns bei starkem Gegenwind über die hüglige Landstraße. Dummerweise hatten wir in unserer Naivität nichts zu Trinken eingesteckt und in die weit abseits der Straße liegenden Dörfer wollten wir nicht auf Verdacht fahren. Wir aßen unreife Äpfel von Straßenbäumen und waren heilfroh, als wir in Rostock bei meinen Verwandten ankamen. Die restliche Strecke fuhren wir mit dem Zug ...
Genauso erschöpft habe ich mich heute gefühlt, obwohl ich noch was zu Trinken hatte.
Zum Schluss ist der Tag noch mit einem spontan verabredeten Treffen mit meinem Rostocker Cousin sehr schön ausgegangen.
Morgen geht die Fahrt direkt zum Fährhafen, ich hoffe, der Wind dreht ...
Nach einem ausführlichen Plausch mit den Wirtsleuten startete ich bei schönstem Sonnenschein. Die Eiszeit hat uns nicht nur Seen sondern auch reichlich Hügel hinterlassen, die machen dem Radler bei böigem Wind das Leben schwer. An einer Wiese sah ich hinter dem Gebüsch zwei Rehe. Der Wind stand günstig und sie bemerkten mich nicht. Vorsichtig pirschte ich mich an. Leider musste ich die Lenkertasche öffnen, um die Kamera herauszuholen. Das hörten sie und wurden unruhig. Mindestens zwei Minuten stand ich still mit meinem Fahrrad da, dann ästen sie wieder. Weil mir Zweige im Weg waren, musste ich nochmal vorsichtig meine Position verändern. Ich war nur etwa 5 Meter entfernt und stellte mir vor, wie ich meine Enkelchen mit einer brillanten Tierfotografie überraschen würde - da entdeckten sie mich und der Traum war aus!
Nachdem ich Güstrow mit seinen imposanten Gebäuden hinter mir gelassen hatte, ging die Fahrt am Bützow-Güstrow-Kanal weiter. Solche Strecken an Flüssen und Kanälen sind immer wieder ein Highlight, zumal ich auch noch Rückenwind hatte.
Die Straße von Bützow nach Schwaan war dann eine ordentliche Quälerei. Starke Steigungen und heftiger, böiger Gegenwind, das war hart!
Dabei hatte ich ein Dejavu, denn vor 54 Jahren setzten mein Freund und ich gegen den Widerstand unserer Eltern durch, dass wir allein mit dem Fahrrad zum Zelten an die Ostsee fahren durften. Das Zelt wurde vorgeschickt und wir fuhren bis Pritzwalk mit der Bahn.
In Krakow am See übernachteten wir in der Jugendherberge. Am zweiten Tag kämpften wir uns bei starkem Gegenwind über die hüglige Landstraße. Dummerweise hatten wir in unserer Naivität nichts zu Trinken eingesteckt und in die weit abseits der Straße liegenden Dörfer wollten wir nicht auf Verdacht fahren. Wir aßen unreife Äpfel von Straßenbäumen und waren heilfroh, als wir in Rostock bei meinen Verwandten ankamen. Die restliche Strecke fuhren wir mit dem Zug ...
Genauso erschöpft habe ich mich heute gefühlt, obwohl ich noch was zu Trinken hatte.
Zum Schluss ist der Tag noch mit einem spontan verabredeten Treffen mit meinem Rostocker Cousin sehr schön ausgegangen.
Morgen geht die Fahrt direkt zum Fährhafen, ich hoffe, der Wind dreht ...
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