Montag, 28. Mai 2018

Die letzten Meter

Køge - Kopenhagen 59,7 km

Bisher war nur feinstes Radelwetter, bis auf den Wind, aber der weht hier eben.
Anderen ging es nicht so gut, wie ich unterwegs an einer Leitplanke gelesen habe.



Fünf Regentage von sechs Fahrtagen, es hätte kaum schlechter sein können.
Aber nun hat mich der Regen auch noch erwischt. Heute früh war es bedeckt und trocken. Doch als ich um 8 Uhr losfahren wollte, ging ein Wolkenbruch runter und ein ordentliches Gewitter folgte. Holger (einer der beiden älteren Herren) kam gleich in meine Hütte, um mir zu sagen, dass ich bleiben kann, bis der Regen aufhört. Ich solle mir keine Sorgen machen, es kostet auch nichts extra. Das fand ich sehr nett, aber als es gegen zehn Uhr etwas heller am Horizont wurde, beschloss ich loszufahren.
Ich wollte die Zeit nutzen und beim Bäcker frühstücken. Der Weg dahin war aber sehr lang und als der Regen wieder voll loslegte, musste ich mich im Buswartehäuschen unterstellen. Dort hatte ich ein nettes Gespräch mit einer älteren D a m e, die genauso alt ist wie ich. Nach einer Stärkung ging es trotz einzelner Schauer los. Der Wegweiser auf dem Fahrradweg zeigte nur 40 km bis Kopenhagen, also was soll's, ist ja nur Wasser!
Die Strecke war nicht besonders aufregend, immerhin habe ich gesehen, wo unsere zukünftigen Weihnachtsbäume wachsen.



Das Wetter besserte sich, ich verfuhr mich mehrmals und um 15 Uhr war ich am Ziel.
Das es deutlich mehr Kilometer geworden sind, hängt vermutlich damit zusammen, dass sich oft mehrere Fahrradrouten ein Wegstück teilen und Berlin-Kopenhagen besonders viel durch die Landschaft meandert.
Je weiter ich in die Innenstadt kam, umso konzentrierter musste ich fahren. Die Fahrradwege sind sehr breit sind, es sind aber viel mehr Fahrradfahrer unterwegs als bei uns. Ich fuhr gleich in einen Stau, weil ein Lastenrad nicht an einer sehr langsamen Fahrerin vorbei kam. Man lernt schnell die wichtigsten Lektionen:
Immer rechts fahren, besonders wenn es knattert, denn Mopedfahrer fahren auch mit.
Wenn man ausscheren will, muss der Arm gehoben werden.
An Ampeln immer schön in der Reihenfolge bleiben.
In dem Berufsverkehr waren auch sehr viele Autos unterwegs. Mir kam es vor wie in Potsdam mit zusätzlich viel mehr Fahrradfahren. Gegen Abend sind die Straßen leer und die Fahrradwege immer noch voll.

Morgen gibts noch ein paar Sehenswürdigkeiten und dann ist der Drops gelutscht.

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